USV-Anlage

Was USV bedeutet und wofür man es braucht

USV-Anlagen – das klingt abenteuerlich und ist dem gemeinen Mann wahrscheinlich auch aus gutem Grund kein Begriff, zumal die Abkürzung auch wenig aufschlussgebend ist. Allenfalls würde man da auf einen x-beliebigen Verein irgendeiner Sportart tippen. Weit gefehlt, denn bei der USV-Anlage handelt es sich um eine Anlage zur „Unterbrechungsfreien Stromversorgung“, die, wie der Name es verrät, für kontinuierlichen Strom sorgt.

Und wovor schützt eine solche Anlage?

Die USV-Anlage ist immer dann zur Stelle, wenn eine Störung der Stromversorgung vorliegt. Die besseren USV-Anlagen werden dabei schon aktiv noch ehe das Unglück geschieht, indem sie eine dauerhafte Spannung aufrechterhalten. Je nach Anlage werden dabei unterschiedliche Bereiche abgesichert. Vielen Anlagen schützen lediglich bei einem klassischen Stromausfall, sowie bei starken Spannungsschwankungen, indem der Strombedarf im Notfall nach einer kleinen Umschaltverzögerung über eine Batterie gedeckt wird. Oberschwingungen, unerwünschte Frequenzänderung, Unterspannung aber auch Überspannung werden jedoch in der Regel nicht ausgeglichen. Dafür sind dann etwas teurere Anlagen notwendig. Die Verbreitung dieser Anlagen ist je nach Region unterschiedlich. In Westeuropa kommen größere Stromausfälle zwar eher seltener vor, laut NTC werden diese Unregelmäßigkeiten in der Stromversorgung in Zukunft jedoch eher zu-, als abnehmen. Doch nicht nur deshalb erfreuen sich USV-Anlagen auch in den vermeintlich sicheren Gebieten einer wachsenden Beliebtheit. Denn durch die immer größer werdende Vernetzung und durch die große Ansammlung sensibler Daten in elektronischer Form, steigt auch das Sicherheitsbedürfnis für diese Systeme. Ein Blitzeinschlag und der daraus resultierende Datenverlust kann eine verheerende Wirkung haben. Mehr Informationen zum Thema Datenverlust durch Stromausfall gibt es bei Tecchannel.

USV-Anlage-Stromausfall

Dagegen beugen USV-Anlagen vor, indem sie die besagten Geräte mit elektrischer Energie über mit dem Stromnetz verbundenen Akkumulatoren versorgen.

Welche Arten von USV-Anlagen gibt es?

Standby- oder Offline-USV

USV-Anlage-KühlschrankDies sind die einfachsten und billigsten USV-Anlagen. Sie helfen bei Stromausfällen und kurzzeitigen starken Spannungsschwankungen. Über- und Unterspannungen werden jedoch nicht ausgeglichen. Durch ihre recht hohe Umschaltzeit von ca. 4-10 Millisekunden (ms) können kürzere Spannungsschwankungen nicht korrigiert werden. Zu empfehlen sind diese Anlagen also für eher robuste Geräte, welche jedoch vor einem längeren Stromausfall geschützt werden sollen. Ein gutes Beispiel dafür ist ein Kühlschrank. Kurze Spannungsschwankungen sind nicht tragisch. Eine Stunde ohne Kühlung aber schon. Vermeiden Sie es jedoch empfindliche elektrische Geräte an eine Offline-USV-Anlage anzuschließen.

Netzinteraktive USV

Diese USV-Anlagen funktionieren ähnlich wie die Offline-USV-Anlage. Für einen höheren Preis bieten sie jedoch eine kürzere Umschaltzeit von ca. 2-4 Millisekunden (ms). Dadurch eignen sie sich besser empfindlichere Geräte, wie z.B. Computer, Netzwerke etc. Durch die geringere Umschaltzeit werden deutlich mehr Spannungsschwankungen erkannt und ausgeglichen. Von einer Nutzung für sicherheitsrelevanten oder hochsensiblen Geräten ist jedoch abzuraten.

Online-USV

Im Vergleich zu den bisherigen Arten weisen diese USV-Anlagen einen großen Vorteil auf. Sie halten eine dauerhafte Spannung aufrecht, sodass bei einem Stromausfall der Übergang fließend ist. Es muss nicht erst vom Stromnetz auf die Batterie umgeschaltet werden. Das angeschlossene Gerät leidet folglich unter keiner Unterbrechung, sodass ein reibungsloser Betrieb gewährleistet ist. Die Batterie wird unter normalen Bedingungen dauerhaft aufgeladen und entlädt sich erst, wenn der Notfall eintritt. Dadurch verbrauchen diese Anlagen jedoch auch deutlich mehr Strom und sind auch in der Anschaffung um einiges teurer. Wer jedoch den größtmöglichen Schutz für seine Systeme sucht, für den lohnt sich die Anschaffung einer Online-USV-Anlage.

Und wo findet eine solche USV-Anlage Anwendung?

Das alles klingt nun furchtbar speziell, ist aber bereits gängiger Standard in vielen essenziell wichtigen Institutionen und Einrichtungen. Krankenhäuser müssen z.B. stets über Strom verfügen, denn schon eine kleine Unterbrechung kann zum Ausfall lebenswichtiger Geräte führen. Doch auch bei weniger lebensbedrohlichen Szenarien kann sich eine USV-Anlage lohnen. Viele Büros verfügen über USV-Anlagen, um im Falle eines Stromausfalls den Verlust wichtiger Daten zu verhindern. Letztendlich gibt es sehr viele Bereiche, in denen sich die Anschaffung einer solchen Anlage lohnt.

Es ist wie mit einer Versicherung. Solange nichts passiert ärgert man sich darüber, dass man so viel Geld dafür zahlt. Wenn aber der Notfall eintritt, dann freut man sich darüber versichert zu sein. Gerade wenn es um wichtige Daten oder sicherheitsrelevante Systeme geht, kann ein Schaden oftmals unbezahlbar sein. Möglicherweise finden Sie im USV-Anlagen-Test auf Testberichte bereits die richtige Anlage für Ihren Bedarf.

Lohnt sich eine USV-Anlage für mich?

Diese Frage muss im Grunde jeder für sich selbst beantworten. Wie wichtig sind Ihnen die an das Stromnetz angeschlossenen Geräte. Wie stark wären diese von einem Stromausfall, bzw. einer Spannungsschwankung betroffen? USV-Anlagen sind sehr variabel und vielseitig einsetzbar. Allerdings hat Qualität auch hier seinen Preis. Um auf Nummer sicher zu gehen sollten Sie daher lieber etwas mehr investieren und nicht auf Kosten der Sicherheit sparen.

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